Yoel Gamzou
BBC Philharmonic - Mahler 9. Symphonie
An interpreter of extraordinary vision and intensity, Gamzou delivered Mahler’s Ninth with burning clarity and emotional power, navigating the symphony’s deep structure with poetic finesse.
The Artsdesk (14.05.2025)
OperaWire.com (26.07.2025)Saison 2026/2027
TEATR WIELKI – POLISH NATIONAL OPERA
Ballet Gala
Sep 12/13
Mahler – Symphony No. 2
Sep 26
BBC PHILHARMONIC
Bernstein – Candide Overture
Korngold – Violin Concerto
Tchaikovsky – Symphony No. 6
Okt 10
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TEATR WIELKI – POLISH NATIONAL OPERA
Strauss – Salome
Nov 22/26/28, Dez 8/11/13Silvesterkonzert
Dez 31Puccini – Tosca
Jan 2/3/8/10/16Janáček – Katja Kabanova
Jan 17/20/24/27/30Strauss – Don Quixote
Feb 4/5/6/7/13ORCHESTER DER VOLKSOPER WIEN/ WIENER KONZERTHAUS
Bernstein – Symphonic Dances from West Side Story
Rautavaara – Incantations, Concerto for Percussion and Orchestra with Christoph Sietzen
Prokofiev – Excerpts from Romeo and Juliet Suites Nos. 1–3, Opp. 64a, 64b & 101
Feb 23TEATR WIELKI – POLISH NATIONAL OPERA
Verdi Requiem
März 26Beethoven – Die Geschöpfe des Prometheus
Apr 8/9/10/11/17/22OPÉRA ORCHESTRE NATIONAL MONTPELLIER
Elgar – Cockaigne Overture
Waley-Cohen – Mother Tongue
Walton – Symphony No. 1
Apr 30TEATR WIELKI – POLISH NATIONAL OPERA
Szymanowski - Nocturne and Tarantella
Golijov- Azul cello concerto
Tschaikowski - Symphony No. 6 in B minor ‘Pathétique’
Mai 8DANISH PHILHARMONIC ORCHESTRA
Britten – Violin Concerto with Baiba Skride
Walton – Symphony No. 1
Mai 21TEATR WIELKI – POLISH NATIONAL OPERA
Walton – Belshazzar’s Feast
Juni 11
Biographie
Yoel Gamzou ist ein israelisch-amerikanischer Dirigent und Komponist, der mit leidenschaftlicher Intensität und einer einzigartigen künstlerischen Vision die Grenzen traditioneller Musikaufführung erweitert. Seine zutiefst persönlichen Interpretationen, sein unermüdliches Interesse an neuer Musik und sein kompromissloses Engagement für die Vermittlung an ein neues Publikum machen ihn zu einem der bemerkenswertesten Vertreter einer neuen Dirigentengeneration. Mit Beginn der Spielzeit 2026/27 tritt er sein Amt als Musikdirektor des Teatr Wielki – der Polnischen Nationaloper an.
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Seine erste Spielzeit am Teatr Wielki – der Polnischen Nationaloper umfasst Salome, Káťa Kabanová und Tosca, Konzerte sowie zwei Projekte mit dem Polnischen Nationalballett: Don Quixote und Krzysztof Pastors Prometheus zur Musik von Philip Glass und Mozarts Requiem d-Moll. Weitere Engagements der Spielzeit 2026/27 umfassen eine Rückkehr zum BBC Philharmonic in die Bridgewater Hall, Debüts beim Orchester der Volksoper Wien und beim Danish Philharmonic Orchestra sowie sein Konzertdebüt beim Orchestre national Montpellier Occitanie.
Als gefragter Konzertdirigent arbeitete Yoel Gamzou bereits mit renommierten Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, den Symphonikern Hamburg, den Stuttgarter Philharmonikern, den Essener Philharmonikern, dem Copenhagen Philharmonic Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Norwegian Radio Orchestra, dem BBC Philharmonic, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem Frankfurter Museumsorchester, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Sinfonieorchester St. Gallen, dem Orchestra Sinfonica di Milano, dem Israel Philharmonic Orchestra und vielen weiteren zusammen. Seine kurzfristigen Einspringdebüts beim Swedish Radio Symphony Orchestra und beim BBC Philharmonic führten unmittelbar zu Wiedereinladungen. Seine Arbeit mit der Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker umfasste eine Tournee, die in einem Konzert bei den Salzburger Festspielen gipfelte.
Gamzou hat sich auch in der Opernwelt etabliert. 2022 dirigierte er Die tote Stadt an der Wiener Staatsoper, woraus sich regelmäßige Auftritte dort und an weiteren bedeutenden europäischen Opernhäusern entwickelten. Zu seinen Opernengagements zählen Salome an der Wiener Staatsoper und beim Baltic Opera Festival, Fidelio an der Bayerischen Staatsoper sowie bei den Münchner Opernfestspielen, eine radikale, polarisierende Neuproduktion von Der Freischütz und eine spätere Rückkehr zu dieser Produktion an der Hamburgischen Staatsoper sowie sein Debüt mit Cavalleria rusticana und Pagliacci an der Opéra National de Montpellier. An der Hamburgischen Staatsoper und der Bayerischen Staatsoper ist er regelmäßig als Gastdirigent tätig.
Von 2017 bis 2022 war Yoel Gamzou Generalmusikdirektor am Theater Bremen, wo seine Produktionen unter anderem Lady Macbeth of Mtsensk, Die tote Stadt, Der Rosenkavalier, Jenůfa und Pique Dame sowie die Uraufführung von Elmar Lampsons Oper Wellen umfassten.
Gamzou ist ein engagierter Partner für unkonventionelle Projekte. Ab 2017 gehörte er zum Kreativteam um Marina Abramović, das das von der Kritik gefeierte Projekt 7 Deaths of Maria Callas entwickelte. Nach seiner Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper war das Werk europaweit zu erleben, unter anderem an der English National Opera, der Opéra de Paris, der Greek National Opera, der Deutschen Oper Berlin, dem Teatro di San Carlo und am Royal Theatre Carré Amsterdam.
Yoel Gamzou ist auch ein produktiver Komponist. Sein jüngstes Werk, The Portrait – Archaeology of an Obsession für Sprecher und Orchester, basiert auf Gedichten des britischen Malers und Dichters Dante Gabriel Rossetti. The Portrait wurde im Januar 2025 mit Sir Tim Rice als Sprecher im Konzerthaus Berlin uraufgeführt und war auf Anhieb ein Erfolg. Anschließend erschien das Werk bei Schott Music.
Ebenfalls bei Schott Music erschien seine Vervollständigung von Mahlers unvollendeter Zehnter Symphonie. Das Werk mit dem Titel Realisation and Elaboration of the Unfinished Drafts verfolgt einen höchst persönlichen und kontroversen Ansatz. Bei seiner Uraufführung sorgte es für großes Aufsehen und rückte Gamzou mit seiner ersten Aufführung im Jahr 2010 schlagartig ins internationale Rampenlicht—zu diesem Zeitpunkt war er erst 23 Jahre alt. Es erschien anschließend als CD-Einspielung beim deutschen Label WERGO und wurde 2017 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Seither wurde es weltweit von Gamzou und zahlreichen anderen Dirigenten aufgeführt.
Neben seiner Arbeit im etablierten Konzert- und Opernbetrieb pflegte Gamzou stets enge Beziehungen zu Jugendorchestern und gründete mehrere eigene Ensembles. 2006 rief er mit Musiker:innen aus über 25 Ländern das International Mahler Orchestra (IMO) ins Leben, dessen künstlerischer Leiter er zehn Jahre lang war und mit dem er einen nicht hierarchischen Ansatz der Orchesterarbeit erkundete. 2023 gründete er das oneMusic Orchestra, das sich der Beauftragung von „neuer Musik, die man tatsächlich hören möchte“ widmet. Das Projekt verfolgt in jedem seiner Programme ein Verhältnis von 50 zu 50 zwischen alter und neuer Musik und sucht gezielt nach Komponist:innen aus unterschiedlichen musikalischen Bereichen, die in klassischen Konzertsälen sonst nicht vertreten sind.
Yoel Gamzou wurde 2017 mit dem ECHO Klassik, 2013 mit dem Princess Margriet Award der European Cultural Foundation und 2012 mit dem Berenberg Kulturpreis ausgezeichnet. 2007 gewann er im Alter von 19 Jahren den Sonderpreis beim Internationalen Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb in Bamberg.
Yoel Gamzou wuchs in New York, London und Tel Aviv auf. Er war der letzte Schüler von Carlo Maria Giulini, der sein wichtigster Mentor war.
2026/27
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