Benno Schachtner
Händel Festspiele Halle - Amagigi di Gaula
Countertenor Benno Schachtner war in der Titelrolle eine Offenbarung. Seine Stimme, warm und mit einem metallischen Glanz versehen, zeichnete Amadigis emotionale Entwicklung mit Präzision nach – von jugendlicher Hingabe über gequälte Eifersucht bis hin zur finalen Transzendenz.
operawire (24.06.2025)Saison 26/27 und Highlights
WINDSBACHER KNABENCHOR
Weihnachtsoratorium
Voraussichtlich: 16.12. Nürnberg / 17.12. Weikersheim / 18.12. Ansbach
BACHFEST LEIPZIG
Bach – Johannes-Passion
Juni 17/18
Biographie
Benno Schachtner konnte sich in den zurückliegenden Spielzeiten als einer der führenden deutschen Countertenöre etablieren.
In der Saison 2026/27 ist Benno Schachtner mit Bachs Weihnachtsoratorium auf Tournee mit dem Windsbacher Knabenchor zu erleben. Zum Bachfest Leipzig kehrt er mit Bachs Johannes-Passion in der Produktion von Sasha Waltz zurück, die bereits an der Opéra de Dijon und am Théâtre des Champs-Élysées in Paris zu erleben war.
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Zu seinen wichtigsten Engagements der vergangenen Spielzeiten zählen Aufführungen von Bachs Matthäus-Passion unter Philippe Herreweghe im Rahmen einer umfangreichen Europa-Tournee, Bach-Kantaten mit dem Freiburger Barockorchester beim Bachfest München, eine Konzerttournee mit dem Kammerchor Stuttgart sowie Bachs Johannes-Passion beim Bachfest Leipzig. Weitere Höhepunkte waren Bachs h-Moll-Messe in der Produktion des Hamburger Staatsballetts im Festspielhaus Baden-Baden und an der Staatsoper Hamburg, die Partie des Refugee in Jonathan Doves Erfolgsoper Flight an der Oper Bonn sowie die szenische Version der Johannes-Passion bei den Osterfestspielen Salzburg und an der Opéra de Dijon.
Bereits zuvor debütierte er in der Carnegie Hall New York mit Werken von Johann Sebastian Bach, am Theater an der Wien in einer Neuproduktion von Händels Teseo sowie an der Opéra de Paris in Romeo Castelluccis Neuinszenierung von Scarlattis Il primo omicidio, jeweils unter der Leitung von René Jacobs. Mit dieser Produktion gastierte er zudem im Concertgebouw Amsterdam und an der Staatsoper Berlin. Konzertante Aufführungen von TelemannsOrpheusführten ihn nach Antwerpen, Amsterdam, Köln und Brüssel.
Weitere Engagements führten ihn u. a. an die Oper Leipzig (Johannes-Passion in szenischer Form), das Nationaltheater Mannheim (Il trionfo del tempo e del disinganno), die Oper Bonn (Echnaton, La Calisto), die Händel-Festspiele Halle (Sosarme, Arminio), das Staatstheater Braunschweig (Saul), das Theater St. Gallen und das Theater Ulm (Written on Skin).
Im Konzertbereich arbeitete er u. a. mit dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Collegium 1704, dem RIAS Kammerchor, dem Helsinki Baroque Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, der Hamburger Ratsmusik sowie dem Gewandhausorchester Leipzig. Auftritte führten ihn zum Bachfest Leipzig, zur Bachwoche Ansbach, zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, ins Festival de Fontainebleau und in die Elbphilharmonie Hamburg. Sein Kanada-Debüt gab er mit Bachs Weihnachtsoratorium, sein Nordamerika-Debüt mit Händels Messiah in Seattle. CD-Einspielungen verbinden ihn mit der Bachakademie Stuttgart. 2017 erschien sein erstes Soloalbum Clear and Cloudy mit Werken von Purcell, Hume und Dowland.
Benno Schachtner wurde 1984 in Illertissen (Bayern) geboren. Als Knabensopran und Solist bei den „Ulmer Spatzen“ unternahm er Konzertreisen nach Luxemburg, in die Niederlande und nach Japan. Früh wurde er mehrfacher Preisträger bei Jugend musiziert (Fach Klavier, Duo, Gesang). Von 2004 bis 2009 studierte er Kirchenmusik mit Hauptfach Orgel an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Gerhard Weinberger, anschließend Gesang bei Prof. Heiner Eckels. Ab 2010 setzte er sein Studium an der Schola Cantorum Basiliensis in der Klasse von Prof. Ulrich Messthaler fort.
Als erster Countertenor in der Geschichte des Internationalen Bachwettbewerbs Leipzig wurde er dort mit dem Bachpreis sowie dem Orchesterpreis ausgezeichnet. Bereits 2010 kürte ihn die Kritik zum „besten Nachwuchssänger Nordrhein-Westfalens“. Seit Sommersemester 2020 ist er Professor an der Hochschule der Künste Bremen.
2026/27
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