ARSIS-Künstler im Mittelpunkt von Oper Frankfurts Turandot
Die neue Produktion von Puccinis Turandot an der Oper Frankfurt vereint ARSIS-Künstler in einem bedeutenden Ereignis für das Haus und die Opernwelt. Mit Dirigent Thomas Guggeis am Pult und einer Besetzung mit Elza van den Heever stellt diese Produktion eine bemerkenswerte Konzentration von Talenten aus dem ARSIS-Ensemble dar.
Ein Rollendebüt für Elza van den Heever
Das mit größter Spannung erwartete Element dieser Produktion ist das Rollendebüt der Sopranistin Elza van den Heever als Turandot, Puccinis gestrenge Eisprinzessin und eine der anspruchsvollsten Partien im dramatischen Sopranfach. Van den Heever tritt dieses Debüt auf dem Höhepunkt einer Welle der Kritikerbegeisterung an, gelobt für ihren „reichen, zart schimmernden Sopran“ sowie für ihren „warmen Klang und ihre strahlende Klarheit“.
Die Besetzung
An der Seite von van den Heever ist Thomas Faulkner als Timur zu erleben.
Thomas Guggeis dirigiert
Am Pult steht Thomas Guggeis, einer der aufregendsten Dirigenten seiner Generation und eine aufstrebende Kraft in der Opernwelt. Seine Beherrschung großformatiger Opernwerke macht ihn zur idealen Besetzung für Puccinis gewaltiges und strahlendes Werk mit seinen aufwühlenden Massenszenen, intimen Momenten der Trauer und mitreißenden Höhepunkten.
Eine Uraufführung als Prolog
Diese Produktion trägt zusätzliche historische Bedeutung, da sie die Uraufführung eines neu in Auftrag gegebenen Prologs, Io tacerò, der Komponistin Lucia Ronchetti für Knabenchor, gemischten Chor und Streichorchester präsentiert. Im Auftrag der Oper Frankfurt und unter der Regie von Andrea Breth schöpft das etwa zehnminütige Werk aus der dramaturgischen Abwesenheit Turandots im ersten Teil von Puccinis Partitur und rückt stattdessen die Stimme Liùs sowie die anonyme Menschenmenge Pekings in den Vordergrund.
Ein Jahrhundert Turandot
Der Zeitpunkt dieser Produktion trägt sein eigenes historisches Gewicht. Turandot erlebte ihre Uraufführung am 25. April 1926 an der Mailänder Scala und ist damit Teil einer weltweiten Jahrhundertfeier eines der dauerhaftesten und spektakulärsten Werke der Operngeschichte. Dass die Oper Frankfurt dieses Jubiläum mit einer Uraufführung und einer der stärksten Besetzungen der laufenden Saison begeht, zeugt vom Ehrgeiz dieser Produktion und vom Rang der beteiligten Künstler.