Unvergessen: Zum 10. Todestag von Johan Botha
Johan Botha als Parsifal in Richard Wagners Parsifal
Heute, am 8. September, jährt sich der Todestag von Johan Botha zum zehnten Mal. Viel zu früh verstummte eine der außergewöhnlichsten Tenorstimmen unserer Zeit. Seine Stimme, seine Kunst und seine einzigartige Künstlerpersönlichkeit bleiben bis heute unvergessen.
Seine außergewöhnliche Karriere begann Anfang der 1990er Jahre an kleineren deutschen Bühnen. Nur wenige Jahre später war der aus Südafrika stammende Tenor bereits an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt zu Hause. Er sang regelmäßig an der Wiener Staatsoper und der Metropolitan Opera in New York und wurde bei den Salzburger und Bayreuther Festspielen ebenso gefeiert wie in London, Berlin, Hamburg, Paris und Mailand.
Mit der unverwechselbaren Schönheit und Strahlkraft seiner Stimme, seiner technischen Souveränität und einer seltenen Vielseitigkeit im deutschen wie im italienischen Repertoire gehörte Johan Botha über zwei Jahrzehnte zu den bedeutendsten Tenören der internationalen Opernwelt. Besonders eng war er der Wiener Staatsoper verbunden, die ihn 2003 zum Österreichischen Kammersänger und in seinem letzten Lebensjahr zum Ehrenmitglied ernannte. Seine letzte Ruhestätte fand Johan Botha in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.
Als Johan Botha am 8. September 2016 nach schwerer Krankheit im Alter von nur 51 Jahren in Wien starb, befand er sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Viele seiner großen Partien sind glücklicherweise in Ton- und Bildaufnahmen erhalten geblieben – und mit ihnen eine Stimme, die auch heute nichts von ihrer Faszination verloren hat.
Anlässlich seines 10. Todestages erinnert Ö1 in der Sendung Apropos Oper unter dem Titel „Ein tenoraler Fels in der Brandung“ an Johan Botha, seine außerordentliche Karriere und seine unverwechselbare Stimme.